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05.10. – 02.11.2026
Das Gold in der Kirche, insbesondere in der Liturgie, steht für das Göttliche, Heilige und das Ewige. Calinyas künstlerische Intervention befasst sich kritisch mit den im Gold verankerten Manifesten der Unschuld. Die Künstlerin steuert auf eine Fragmentierung der Elemente zu und positioniert sich mit ihrer Arbeit als Gegenpol zur Unantastbarkeit des Glanzes.
Die paradiesischen Fresken im barocken Gartenpavillon des Stift Melk überwältigen durch ihre Pracht. Calinyas Skulpturengruppe nimmt sich der Vorstellungen überbordender Schönheit an und lässt sie korrodieren.
Calinya ist Zeichnerin, Malerin und vor allem Objektkünstlerin. Sie montiert, modelliert und arrangiert, ohne großes Interesse an einer strengen Abgrenzung der Disziplinen. Die 1976 geborene Quereinsteigerin aus den Naturwissenschaften ist seit 2014 Teil der Kunstplattform Atelier 10 in Wien, wo sie ihre phantastische, radikale Bildsprache weiterentwickelt.
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