GLOBART Talk 2018

Am Puls der Zeit zu sein, Zukunftsthemen mit WissenschafterInnen und KünstlerInnen zu diskutieren, zählt zu den Kernaufgaben von GLOBART.
Diese exklusive, hochkarätige Veranstaltung ist ein jährlicher Treffpunkt für EntscheidungsträgerInnen, ein Ort der Begegnung und der Inspiration.

Idee

Die GLOBART Talks sollen mit einem interdisziplinären Anspruch eine Gesprächsserie bilden, in der Ideen für ein gelingendes Leben vorgestellt und diskutiert werden. Weltweit machen sich KünstlerInnen, PhilosophInnen, DesignerInnen und ÖkologInnen Gedanken darüber, wie ein richtiges Leben in der Zukunft aussehen kann. Die besten Köpfe werden eingeladen, um uns Ihre Ideen zu präsentieren.

Diese Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Wien statt.

Perspektivenwechsel: Wissenschaft über Kunst / Kunst über Wissenschaft

 

 

12. September 2018, 18.30

Naturhistorisches Museum Wien 

Burgring 7, 1010 Wien

Moderation: ​Klaus Speidel
Im Gespräch: Antonella NotaAoife van Linden Tol, Victoria VesnaAnna Lerchbaumer, Eleni Boutsika-Palles, Luca Fossati, Daniela Brill EstradaVera Tollmann

ExpertInnengespräch in englischer Sprache

Mit der aktuellen Ausstellung Our Place in Space, die bis 4. November 2018 im Naturhistorischen Museum zu besuchen ist, setzt GLOBART Kunst und Kosmos in einen spannenden und poetischen Austausch. Die Wanderausstellung wurde von Antonella Nota (ESA) und Anna Caterina Bellati (Bellati Editore) konzipiert und in ihrer Wiener Ausführung von Astronomin und Künstlerin Ulrike Kuchner kuratiert. Im GLOBART Talk werden sich Künstlerinnen, die in der Ausstellung vertreten sind, WissenschaftlerInnen mit künstlerischen Ambitionen und wissenschaftlich arbeitende KünstlerInnen miteinander austauschen.

Die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft ist relativ jung. Lichtgestalten wie Leondardo Da Vinci, Maria Sibylla Merian oder Johann Wolfgang von Goethe arbeiteten noch selbstverständlich künstlerisch und wissenschaftlich und zumindest seit dem 18. Jahrhundert wurde die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft auch theoretisch infrage gestellt. In jüngerer Zeit hat der Philosoph Nelson Goodman das Erkenntnispotential der Kunst unterstrichen und auch die Rolle der Ästhetik in der Wissenschaften ist ins Bewusstsein gerückt. Konkret bleiben die Beziehungen jedoch oft oberflächlich, im wahrsten Sinne des Wortes. KünstlerInnen machen wissenschaftliche Ergebnisse zum konzeptuellen Mehrwert ihrer Arbeiten, ohne sie zu verstehen oder spielen mit wissenschaftlichen Formen. WissenschaftlerInnen setzen das Ästhetische mit dem Künstlerischen gleich und nehmen damit nur das Dekorative an der Kunst wahr. Wie werden solche Prozesse erlebt? Ist so ein Perspektivenwechsel möglich?

Wie kann aber eine wirklich produktive Annäherung zwischen Kunst und Wissenschaft aussehen? Wie können interdisziplinäre Kommunikationsprozesse zu kritischen Reflexions- und Lernprozessen werden? Wann zeigt oberflächliche Ähnlichkeit eine tiefe Verwandtschaft? Gibt es Analogien, welche interessant sind, aber wenig verfolgt wurden? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein produktiver Dialog zwischen WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen in Gang kommt? Dies sind nur einige der Fragen, die an diesem Abend zur Sprache kommen sollen.

Im Anschluss an den Talk wird Kuratorin Ulrike Kuchner in Anwesenheit der Künstlerinnen eine Führung durch die Ausstellung Our Place in Space geben.

Flucht ins All

 

22. August 2018, 18.30

Naturhistorisches Museum Wien 

Burgring 7, 1010 Wien

Moderation: Friedrich von Borries
Im Gespräch: Katrien Kolenberg, Björn Dahlem, René Waclavicek

ExpertInnengespräch in englischer Sprache

Der Wunsch, das Universum zu begreifen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Der GLOBART Talk “Flucht ins All” hat drei unterschiedliche Zugänge aufgezeigt, dieses Unbekannte zu fassen.

Wie interdisziplinär die Suche nach unserem Platz im Universum sein kann, zeigte die Astrophysikerin Katrien Kolenberg, die in ihre wissenschaftliche Arbeit sowohl künstlerische als auch musikalische Perspektiven einfließen lässt. René Waclavicek gewährte einen Einblick in seine Arbeit als Weltraumarchitekt und fütterte zugleich unsere Neugier sowie unser Verständnis von den für die Erforschung des Weltraums verfügbaren Technologien. Der Künstler Björn Dahlem ließ uns sehr anschaulich an seiner tiefen Faszination für das All teilhaben, die er in großformatige Installationen übersetzt. Motivation findet er dabei in kosmischen Motiven wie Galaxien, Superclustern und Schwarzen Löchern.