
Von 24. bis 26. April verwandelte sich St. Pölten in einen Resonanzraum für Natur, Mensch und politische Verantwortung. Das Festival Stimmen der Wildnis – initiiert vom Museum Niederösterreich in Kooperation mit GLOBART – feierte seine Premiere und zeigte, was möglich wird, wenn Wissenschaft, Kunst und gesellschaftliches Engagement gemeinsam hinhören.
Den Auftakt machte der Ökoakustiker David Monacchi mit seiner Keynote „The Singing of the Forests": Klanglandschaften artenreicher Wälder als über Millionen Jahre gewachsene Kompositionen – und als fragile Systeme, deren Existenz zunehmend bedroht ist. Zum Abschluss verschmolzen seine Regenwald-Aufnahmen mit den Stimmen des Chors Momentum Vocal Music zu einem eindringlichen Klangerlebnis.
Am Samstag eröffneten Kulturanthropologin Bettina Ludwig, Ornithologin Mya-Rose Craig, Verhaltensbiologin Angela Stöger und Biologe Richard Zink in Workshops und Vorträgen neue Perspektiven auf Mensch und Natur – bevor Musikerin Mogli den Tag mit einem atmosphärischen Konzert im Kesselhaus der ehemaligen Glanzstoff abrundete.
Den Höhepunkt bildete am Sonntag die Gründung des Parlaments der Wildnis unter dem Vorsitz von Irmgard Griss. Junge Senator:innen entschieden über elf Anliegen aus der Zivilgesellschaft – von der S34 bis zum Flächenverbrauch – und stellten dabei eine zentrale Frage ins Zentrum: Wie kann die Natur im demokratischen Prozess vertreten werden? Alle eingebrachten Anliegen fanden Zustimmung und fließen nun in das gemeinsame Dossier „Ruf der Wildnis" ein.
Stimmen der Wildnis hat gezeigt: Zuhören kann verändern.
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