Achtsamkeit

Bewusstsein für mehr Achtsamkeit

Im gegenwärtigen Moment achtsam zu sein, beeinflusst nicht nur unsere Gegenwart. Der gegenwärtige Moment wirkt auf unsere Vergangenheit und formt unsere Zukunft. Wer im Moment präsent ist, hat die Möglichkeit, auf Situationen weise zu antworten, anstatt in alten Mustern zu reagieren. Das lässt uns Frieden mit der Vergangenheit schließen, und eine Zukunft gestalten, die auf Weisheit und Mitgefühl basiert.

Achtsamkeit erlaubt uns, uns unserer Gedanken und Empfindungen bewusst zu werden. Das bringt Sprache, Körperbewusstsein sowie Gefühle und Gedanken in Einklang. Achtsamkeit lässt uns innere Ruhe, Souveränität, Weisheit und Einfühlungsvermögen kultivieren. So verändern wir nicht nur die Beziehung zu uns selbst. Durch die Praxis der Achtsamkeit transformieren wir auch die Beziehung zueinander und zu unserer Umwelt.

WissenschafterInnen wie Richard Davidson, Tania Singer und Jon Kabat-Zinn haben bereits nachgewiesen, welch positiven Effekt Achtsamkeit auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden hat und wie prägend die Wirkung auf das soziale Miteinander der Menschen ist.

Am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften erforscht ein Team um Direktorin Tania Singer seit nunmehr zehn Jahren in einer großangelegten Untersuchung, dem ReSource Projekt, wie Meditation auf das Verhalten wirkt und welche Veränderungen sich daraus im Gehirn ergeben. Aus der Studie konnten bereits viele neue Erkenntnisse über Meditations- und Trainingstechniken gewonnen werden, die zur Stressreduktion beitragen, Lebensfreude steigern und soziale Kompetenzen erhöhen.

Mentales Mitgefühlstraining kann den Kreis derer, für die ich Mitgefühl und Verständnis empfinde, schon deutlich ausweiten. Es schult sozusagen die Basiskompetenzen, die jeder braucht, um ein verantwortlicher, toleranter Weltbürger zu werden. (Prof. Tania Singer, Max Planck-Institut Leipzig)

Dies sind die Kernkompetenzen, die wir in Zukunft brauchen werden. Als Plattform sozialer Innovationen beschäftigt sich GLOBART seit Jahren mit der Frage, was den Menschen in Zukunft ausmachen wird und wie das Zusammenleben künftig trotz der stetig ansteigenden Herausforderung von Globalisierung, Beschleunigung und Digitalisierung gelingen kann. Daher ist es uns wichtig, Impulse zu setzen: unser Bildungssystem dahingehend zu ändern, die Kernkompetenzen der Achtsamkeit in unser aller Alltag zu integrieren.

 

Vordenken - Eingreifen - Zukunft gestalten- Das ist GLOBART!

GLOBART gestaltet seit mehr als 20 Jahren interdisziplinäre Formate. Uns ist es ein Anliegen, Orte der Begegnung zu schaffen, wo Menschen jeden Alters und jeder Kultur, Menschen mit unterschiedlichen Geschichten zusammenkommen, sich austauschen, sich selbst und ihre Umgebung neu entdecken und vielfältigste Aspekte des Miteinanderlebens wieder ins Bewusstsein bringen. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind Gelassenheit und Empathie essentiell. Besonders heute ist es wichtig, dass junge Menschen einen achtsamen Umgang mit sich selbst vorgelebt bekommen, um die vielfältigen Herausforderungen des Erwachsenwerdens selbstsicher zu meistern.

Achtsamkeit kann man nicht früh genug lernen.

Wie bereichernd Achtsamkeitstraining in der Schulpädagogik sein kann, haben wir mit John Hunters World Peace Game erfahren. Seit der Verleihung des GLOBART Award an den US Pädagogen im Jahr 2012 steht die “Achtsame Schule” im Zentrum unserer Tätigkeit.

Mit John Hunters World Peace Game ist es uns gelungen, Kinder und Jugendliche, PädagogInnen und Eltern für einen achtsamen Umgang mit Ressourcen, ihren Mitmenschen und unterschiedlichen Kulturen und Traditionen zu begeistern.

 

Meilensteine

 

Lebenslanges Lernen

Auf diesem Erfolgserlebnis aufbauend, haben wir in den vergangenen Jahren Kooperationen im Bildungsbereich geschlossen und den HeldInnen von Morgen wie John Hunter, Maria Kluge und Gerald Hüther eine Bühne gegeben. Wir haben verschiedene Formate entstehen lassen, um PädagogInnen und LehrerInnen aus- und weiterzubilden.

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für achtsame LehrerInnenbildung der Universität Wien und dem Verein für Achtsamkeit in Osterloh hat GLOBART einen Dreijahresplan entwickelt, wie sich Achtsamkeit in der Schulpädagogik verankern lässt. Das Projekt “Achtsame Schule” zielt darauf Achtsamkeit direkt in der Ausbildung der LehrerInnen zu implementieren und die Wirkung wissenschaftlich zu dokumentieren. Informieren Sie sich über die vielfältigen Möglichkeiten der “Achtsamen Schule”.