Globart-Stipendienprogramm der „Tage der Transformation“

28. September bis 01. Oktober 2022

Stift Melk

Alles steht auf dem Spiel

Was wäre wenn? Was wäre, wenn wir gemeinsam ausprobieren könnten, wie wir die Zerstörung des Weltklimas aufhalten können? Was wäre, wenn wir nicht nur Hypothesen spinnen und wieder viel reden, sondern wirklich wüssten, was wirkt? Was wäre, wenn wir im Schnelldurchlauf gemeinsam ein Jahrhundert gestalten könnten? Was wäre, wenn wir eine wissenschaftlich fundierte Weltmaschine hätten, an der wir gemeinsam erfahren, wie die Welt auf unser Handeln reagiert?

Wir würden euch dazu einladen! Und das tun wir auch: Menschen von 18 bis 30 aus allen Bereichen der Gesellschaft sind eingeladen, sich für ein Stipendium zu bewerben. 25 von euch laden wir von 28.09. bis 01.10.2022 nach Melk ein, gemeinsam zu diskutieren, zu arbeiten, zu feiern – das Programm der „Tage der Transformation“ mitzuerleben und Wissenschaftler*innen wie den Präsidenten des UN Sustainable Development Solutions Network Jeffrey Sachs, den Transformationsexperten Stefan Brunnhuber, Künstler*innen wie Elisabeth von Samsonow, Luna Al-Mousli und den Musiker Lukas König sowie Gestalter*innen aus der Zivilgesellschaft kennen zu lernen. Für eure Unterkunft und Verpflegung werden wir sorgen.

Globart ist ein Verein, der Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven Begegnungen ermöglicht. So möchten wir zu einer positiven ökologischen und sozialen Transformation beitragen. Darum möchten wir, dass auch Ihr die Chance habt, euch einzubringen!

Das Stipendienprogramm wird dieses Jahr von Mag. Matthias Mittelberger in Unterstützung von Dr. Thomas Schinko gestaltet. Gemeinsam wollen wir die drei Tage nutzen, um einen Übungsraum der Transformation zu öffnen. Thematisch kreisen wir um das gute Klima, sozial wie ökologisch, und um den Begriff der Nachhaltigkeit in all seinen Facetten. Wir spannen den Bogen von der persönlichen Transformation über aktivistisches Sozialdesign der Lebenswelten bis hin zum Terraforming in den Diensten der globalen Fürsorge. Üben werden wir nicht nur miteinander und aneinander, sondern vor allem auch mit einer kleinen Weltmaschine, die uns die globale Polykrise erfahrbar machen wird. Mit anderen Worten: Wir werden das Weltklimaspiel© spielen, ein interaktives Brett-Planspiel zur globalen Nachhaltigkeit, das mitweitblick über die letzten zweieinhalb Jahre entwickelt hat. Mit der Anbindung an eine computergestützte Klimasimulation können wir (mit gebührender Umsicht und ausreichend Verhandlungsgeschick) spielerisch die weltweite Transformation in Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft vollziehen, um anschließend auszuloten, wie uns dieses Kunststück auch in der realen Welt gelingen kann. Im Wechselspiel zwischen Spielerfahrung und Reflexion, zwischen Rolle und Person, zwischen Spiel und Ernst werden wir gemeinsam transformatorische Praxis einüben und den Sustainable Development Goals (SDGs) so als Gesellschaft hoffentlich einen Schritt näherkommen.

Das Spiel wird in diesem Rahmen erstmalig mit einer interdisziplinären Gruppe von jungen Erwachsenen gespielt. Die Simulation wird euch herausfordern, doch gleichermaßen geht es auch darum, das Spielsystem selbst zu befragen und sich im Prozess zu beobachten.

Das Stipendium beinhaltet die Teilnahme am Weltklimaspiel, die Teilnahme am Programm der „Tage der Transformation“, die Unterbringung für vier Nächte (28.09. bis 02.10.) in Melk sowie die Verpflegung. Die Kosten für die Anreise nach Melk werden von den Stipendiat*innen selbst getragen.

Weitere Infos zum Programm der „Tage der Transformation“ und Details zum Aufenthalt werden wir nach Zusage des Stipendiums übermitteln.

Motivationsschreiben und Lebenslauf bitte bis 15. Juli 2022 an
helena.kersting@globart.at.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Mit wem werdet ihr arbeiten?

Matthias Mittelberger studierte Philosophie und Politikwissenschaften an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Existenzphilosophie, angewandte Ethik, Bildungswissenschaften, politische Bildung sowie Globales Lernen. Projektentwicklung bei der Stiftung mitweitblick, einer Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung von Projekten in den Bereichen Bildung, Pädagogik, psychosozialer Gesundheit, Integration und Umweltbewusstsein.

Thomas Schinko ist Systemwissenschaftler und Ökonom. Er forscht seit 2015 am
Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien, ab
2020 als stellvertretender Direktor des Risk and Resilience Forschungsprogramms, seit
2021 als Leiter der Forschungsgruppe Equity & Justice.

Programm


Mittwoch, 28. September 2022
Anreise
13:00 Uhr Eröffnung des Stipendienprogramms
Vorstellung der Teilnehmer*innen
Donnerstag, 29. September 2022
10:00 bis 12:00 Uhr Projektarbeit Was wenn? – Versuche über die Zukunft
12:30 Uhr Mittagspause
14:00 bis 17:00 Uhr Projektarbeit Was wenn? – Versuche über die Zukunft und Besuch der Ausstellung One Way Planet
18:00 Uhr Abendessen
Freitag, 30. September 2022
10:00 bis 12:00 Uhr Projektarbeit Was wenn? – Versuche über die Zukunft
12:30 Uhr Mittagspause
Nachmittag/Abend Teilnahme am Programm der Tage der Transformation
Samstag, 01. Oktober 2022
Vormittag Teilnahme am Programm der Tage der Transformation
13:00 Uhr Mittagspause
14:30 bis 17:00 Uhr Projektarbeit Was wenn? – Versuche über die Zukunft
Nachmittag Teilnahme am Programm der Tage der Transformation
18:45 Uhr Präsentation “Alles steht auf dem Spiel” / Gespräch zum Stipendienprogramm
Abend Teilnahme am Programm der Tage der Transformation
Sonntag, 02. Oktober 2022
Abreise bis 09:30 Uhr

In Kooperation mit: