GEMEINSCHAFTSKERNKRAFTWERK

Ein Theaterstück als Spurensuche im AKW Zwentendorf

Rückblick auf die 9 ausverkauften Vorstellungen am 27., 28. und 29.5.2022

Projektbeschreibung

Doch es ist ganz anders gekommen,
Wer hätte sich sowas gedacht?
Wir haben die Sache in die Hand genommen,
Und ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

aus dem Lied „Liebesgrüße aus Österreich“
der Schmetterlinge, 1978

Eine versprengte Gruppe von Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Idealist*innen setzt sich in den Kopf, ein bereits in Bau befindliches Kernkraftwerk zu verhindern. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf, der mit Leidenschaft und Kreativität zu einem unwahrscheinlichen Ergebnis führt – das bis heute unser Leben prägt. Und viele Fragen aufwirft: Können wir die Natur beherrschen? Wenn es um den Profit der Gegenwart geht, wer wahrt die Interessen zukünftiger Generationen? Wie entsteht eine zivilgesellschaftliche Bewegung und wie kann sie ihre Ziele erreichen? Wer darf sich als Expert*in äußern? Wer kann die öffentliche Meinung kontrollieren? Das dokumentarische Theaterstück erzählt die Geschichte des „Gemeinschaftskernkraftwerks Tullnerfeld“ und der Widerstandsbewegung neu. Es schreibt die gegenwärtigen Fragen zur Energie in die Zukunft fort.

Eine ökologisch und geopolitisch prekäre Gegenwart stellt drängende Fragen an die Geschichte und die Spuren, die der Protest in den persönlichen Biografien und in der Gesellschaft hinterlassen hat. „Es ist erschreckend, dass diese Themen 50 Jahre nach Grundsteinlegung des Kernkraftwerks nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben – im Gegenteil“, so Jakob Brossmann. „Mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Inneren des Atomkraftwerks ein Stück zu entwickeln, ist eine unglaubliche und intensive Erfahrung.“ „Da geht es sehr stark um die Fragen von Macht und Ohnmacht, von technischen Allmachtsfantasien und gemeinsamer Handlungsfähigkeit“, ergänzt Manfred Rainer.






Namhafte Protagonist*innen der Anti-AKW-Bewegung wie Bernd Lötsch, Peter Weish und die Schmetterlinge-Sängerin Beatrix Neundlinger werden an dem Projekt mitwirken, ebenso wie Theateraktivist Heini Brossmann und „Lehrerin gegen Atomkraftwerke“ Heidrun Pirchner. Aus der Region erzählen Gendarm und Vizebürgermeiste AD Peter Grestenberger, die Fleischhauerin Maria Höchtl und Pastoralassistent Michael Ledwinka von ihren Erfahrungen, die durch den Bau und die Verhinderung des Atomreaktors unmittelbar geprägt sind. Aus dem Ensemble des Landestheater Niederösterreich sind mit Bettina Kerl und Tim Breyvogel zwei Publikumslieblinge und engagierte Künstler*innen Teil des Projekts. Die Musik gestaltet Florian Bogner. Die Produktion wird als Sonderprojekt durch das Land Niederösterreich im Rahmen von „100 Jahre Niederösterreich“ gefördert und von der EVN unterstützt. Es wird am 27., 28. und 29. Mai jeweils dreimal im AKW gezeigt. Karten sind absofort erhältlich.

Foto © Friedrich Witzany

Mitwirkende


Schauspieler*innen
Tim Breyvogel
Bettina Kerl
Moderatorin
Elisabeth Engstler
Zeitzeug*innen
Heinrich Brossmann
Peter Grestenberger
Maria Höchtl
Michael Ledwinka
Bernd Lötsch
Beatrix Neundlinger
Heidrun Pirchner
Peter Weish
Konzept & Regie
Manfred Rainer
Jakob Brossmann
Dramaturgie
Julia Engelmayer
Jacqueline Benedikt
Kostüme
Hannah Rosa Oellinger
Regieassistenz
Jacqueline Benedikt
Musik & Tontechnik
Christoph Punzmann
Florian Bogner
Inspizienz
Sarah Lang
Video & Installationen
Lena Michalik
Videotechnik Fernsehstudio
Max Gurresch
Tobias Zarfl
Plakat
Helena Kersting
Online Betreuung
Sebastian Antes

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