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11. GLOBArt Academy 2008
ENTSCHLEUNIGUNG - Die Entdeckung der Langsamkeit top

Themen der 11. GlobArt Academy 21. - 24. August

Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Unser Alltag wird bestimmt von Eile, Stress, ständige Erreichbarkeit.

Entschleunigung scheint das Gebot der Stunde zu sein.

Im Rahmen der 11. GLOBArt Academy werden ZeitforscherInnen, Philosophen, KünstlerInnen, ArchitektInnen, MedizinerInnen, TheologInnen, ExpertInnen aus Wirtschaft und Politik, TherapeutInnen und SchlafforscherInnen dieses Thema diskutieren und Möglichkeiten anbieten, die Langsamkeit neu zu erproben, die Eigenzeit zu entdecken - im Rahmen von Vorträgen, Workshops, Atemtraining, Qi Gongübungen, Kamingesprächen, in der Begegnung mit Menschen.

 

 

Programm

Donnerstag, 21. August 2008

top
14:00
 

Präworkshop zur GLOBArt Tagung
Treffpunkt: Pfarrplatz Mödring
Ankommen unter Anleitung von Dr. Georg Wögerbauer
Fußmarsch durch den Mödringer Graben

nähere Informationen [ hier ]

Anmeldung erforderlich

pernegg@globart.at


 
19:00

Eröffnung der 11. GLOBArt ACADEMY
Klosterkirche Pernegg

FESTREDE

„Rituale für Jedermann?
Über den Wert von alten Hüten“


Christian STÜCKL

 

 

Konzert

Klosterkirche Pernegg


Saleem Abboud-Ashkar, Klavier, Itamar Golan, Klavier

Programm:

Ravel: Ma mere l'Oye

Mozart: Sonate C-Dur KV 521

Schubert: Fantasie f-moll

 
Freitag, 22. August 2008 top
7:30-8:00
 

„ Die Lebenskraft wecken“, Qi Gong

Dr. Ursula Baatz


„Entschleunigung und Konzentration“, Atem- und Stimmübungen,


Univ.Prof. Dr.Gertraud Berka Schmid


9:00-9:30

Einstimmung „Wandlungen, entschleunigt“
Dr. Ursula Baatz



9:30-13:00

Vorsitz und einführende Worte:

Die Entdeckung der Langsamkeit

Univ. Prof. Dr. Peter Kampits


I.Vortrag

"Jenseits von Beschleunigung und Verlangsamung. Von den Rhythmen und Eigenzeiten des Lebens".

Dr. Michel Baeriswyl, Sozialpsychologe und Kulturphilosoph und Zürich

 

ATEMRÄUME

 

 

II. Vortrag

„Es muss in diesem Leben mehr als Eile geben"

Univ. Prof. Dr. Peter Heintel, Zeitforscher und Philosoph

„Wer zu schnell ist, der verpasst das Leben“, sagt der Münchner Zeitforscher Karlheinz Geißler. Die Frage der Zeit führt mitten hinein in das Spannungsfeld von

• Natur und Kultur
• Wirtschaft und Politik
• Technologie und Wissenschaft

 

III. Vortrag

“Der langsame Weg in die Freiheit. Stationen eines schwierigen Prozesses“

Univ. Prof. Dr. Wilhelm Bruners ,Theologe und Autor


ATEMRÄUME

 

 
15:00-18:00

I. Vortrag und Workshop

Langsam, bescheiden, entschieden

Impulse zur bewussten Lebensgestaltung

Dr. Georg Wögerbauer

Der Ganzheitsmediziner und Burnout-Experte Georg Wögerbauer macht mit den TeilnehmerInnen einen Ausflug in die Langsamkeit.

nähere Informationen [ hier ]

 

II. Workshop

"Entschleunigung im Miteinander?"


Es geht um Tempi, andere Zeitbegriffe und Rhythmen von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Das betrifft uns alle! Im Beruf, im künstlerische Schaffen und im täglichen Zusammenleben.

Dr. Peter Radtke, Mag. Hannah Rieger, Univ. Prof. Dr. Max Friedrich , Adelheid Arndt, Johanna Maria Ott, Mag. Caroline Wallner

Moderation: Peter Wesely


III. Workshop

„Verkabelt"

Die Tempo-Exzesse der Industriegesellschaft führen in eine ökonomische, ökologische, soziale und psychologische Sackgasse. Elektronische Entschleunigung, e- mail, Internet, Werbung, Chat rooms, Cybernormaden“. Dieser Workshop geht der Hetzte, in die uns die Mobilität und Elektronik bringt, auf den Grund. Das Programm des Workshops wird in Kooperation mit der Industriellenvereinigung gestaltet.

Univ. Prof. Dr. Helmut Schauer (Informatiker, Zürich), Direktor Ing. Mag. Hartmut Müller (Raiffeisen Informatik), Dr. Gebhard Breuss (Ganzheitsmediziner), Univ. Prof. Dr. Gustav Peichl  (Architekt) , Dipl.Ing. Walter BOGAD

 


Moderation: Prof. Dr. Johann Günther

 

 
18:00

Ausstellungseröffnung

„BEWEGUNG VON INNEN“

Art Brut Ausstellung Kunstwerkstatt de La Tour Treffen
Dieter FERCHER und Christoph EDER präsentieren ihre Graphiken
Über die Ausstellung sprechen Mag. Hannah Rieger und Mag. Christine Stotter.

Näheres zur Ausstellung [ hier ]

 

 
19:30

ABEND
Philophicum

Zeitgenossen im Gespräch (Ö1)

„Im Zeitbruch Die Zeit heilt alle Wunden“

Michael Kerbler mit Univ. Prof. Dr. Eveline Goodman - Thau im Gespräch

Erinnern – Vergessen. Im Zusammenspiel von Gedächtnis und

Wahrnehmung gewinnt das Leben eines Menschen seine Konturen. Im Zeitbruch leben ist in einem bestimmten Sinne ein Glücksfall: ein Aus-dem-Glück-Herausfallen.

 

 
Samstag, 23. August 2008
top
7:30-8:00

„ Die Lebenskraft wecken“, Qi Gong

Dr. Ursula Baatz


Entschleunigung und Konzentration“, Atem- und Stimmübungen


Univ.Prof. Dr.Gertraud Berka Schmid


9:00-9:30

„Verspielte Zeiten“


Univ. Prof. Dr. Susanne Granzer (Schauspielerin) und Univ. Doz. Dr. Arno Böhler (Philosoph)


9:30-13:00

Vorsitz:

Ticken wir noch richtig?

Prof. Dr. Reinhold Christian


IV. Vortrag

Schlaf
„Reine Zeitverschwendung“

Dr. Brigitte Steger, Japanologin Universität Cambridge


Im deutschsprachigen Raum weiß man aus einer EMNID-Studie, dass 40% der Bevölkerung einen Mittagsschlaf halten würden, wenn sie dürften. Im Gegensatz zu Südeuropa, wo das Lärmen um die Mittagszeit streng verboten ist oder in China, wo 'dem arbeiteten Volk' verfassungsmäßig das Recht auf Ruhe zugestanden wird, was lange Zeit als eine dreistündige Mittagsruhe interpretiert wurde. Die japanische Schlafkultur dagegen ist geprägt von wenig Nachtschlaf (im Schnitt eine Stunde weniger als in Europa) Jede Gelegenheit wird allerdings untertags für ein Nickerchen genutzt. Der Schlaf in der Öffentlichkeit wird akzeptiert, sei es im Zug, beim Konzert, im Unterricht oder in Sitzungen.


ATEMRÄUME

 

 

V. Vortrag

Univ. Prof. Dr. Wang Cizhao, Musikwissenschafter, Kulturphilosoph, Direktor des Konservatoriums, Peking

„Allegro auf chinesisch“

Das Phänomen der Geschwindigkeit westlicher und östlicher Musik in ihrer Wechselwirkung auf die Gesellschaft“


VI. Vortrag

Christiane Oppermann, Wirtschaftjournalistin

„ Slow News statt Fast News“


Nachrichten, Informationen, News – der Flut von Meldungen aller Art kann sich kaum jemand entziehen. Immer schneller, immer spektakulärer, oft aber auch immer banaler branden sie aus aller Welt auf uns ein. Zu jeder Zeit, an jedem Ort. Doch macht uns die totale Information schlauer oder wissender? Auf der Strecke bleiben bei dem medialen Overkill Substanz und Analyse der Inhalte. Die Befindlichkeit von Popstars hat längst einen höheren Stellenwert als wichtige politische oder wirtschaftliche Ereignisse. Die Folgen sind schon heute unübersehbar: Meinungsmacher in Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft müssen ihre Anliegen auf Schlagworte reduzieren, wenn sie im Konzert der Banalitäten gehört werden wollen. Für einen Diskurs der Ideen bleibt keine Zeit mehr.
Wer jedoch die zunehmende Verflachung aufhalten will, muss neue Voraussetzungen schaffen, damit auch Slow News wieder eine Chance in der medialen Welt haben.

 

ATEMRÄUME

 

 
15:00-18:00 IV. Workshop

Zeit ist Geld

Manchmal sind Sekunden entscheidend. Wer dann zögert, hat ein Problem. Und wer nicht zögert, erst recht.
An den globalen Finanzmärkten können Sekunden eine Ewigkeit sein.

Dr. Stefan Zapotocky ( Vorstand BAST AG), Univ.Prof. Dr. Rudolf Taschner , Univ. Prof. Dr. Manfred Deutsch ( FA für Chirurgie: Gefäßchirurgie), Christine Oppermann(Wirtschaftsjournalistin), Univ. Prof. Dr. Peter Heintel

Moderation: Leopold Seiler

Mit Unterstützung der Raiffeisen - Bankengruppe NÖ - Wien

 

V. Workshop

Das olympische Spiel 2008 „schneller – weiter – höher“ im Vergleich Asien – Europa

Ist dieses olympische Motto auch bestimmend für den Wirtschaftsmarkt? Zählen für Europa nicht heute schon andere Kategorien jenseits des bloßen Wettbewerbs (soziale Rahmenbedingungen, ökologische Verantwortung als Eckpfeiler einer modernen Marktwirtschaft)
Welche Wege beschreitet Europa im Vergleich zu China?

Univ. Prof. DDr. Wolfgang Dietrich (Politologe,Universität Innsbruck), Uni. Prof Dr. Hans Peter Dürr (Max Planck Institut München), Mag. Monika Elsik (WIFI), Kevin Liu (Atmosa Petrochemie, Chinaexperte), Dr. Fred Luks (Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung)

Moderation: Dr. Walter Sonnleitner


VI. Workshop

„Im Takt“

Shih, Komponist, Wien

Komponieren heißt: sich ganz aus dem Alltag herausnehmen.
Der Komponist wird gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern an Hand von Liedtexten Emotion und Zeit ausdrücken.
Instrumente können mitgebracht werden.


VII. Workshop

KÖRPERRYTHMEN UND ENTSCHLEUIGUNG

Das Erleben der Entschleunigung am eigenen Instrument Körper

Leitung: Univ.Prof. Dr.Gertraud Berka Schmid

 

Ein wesentlicher Anteil der Gesunderhaltung liegt in der Korrelation und Synchronisation unserer biologischen Rhythmen, in der Rückkehr zum individuellen Atemeigenrhythmus, einer gesunden Schlafarchitektur, der Beachtung rhythmischer Abläufe,  Bedingungen, denen wir von außen und von innen unterworfen sind. Diesen im Sinne der Salutogenese mehr Beachtung zu schenken, könnte eine neue Kultur der Prävention einläuten. Ein Workshop, in dem Erkenntnisse aus der chronobiologischen Forschung mit der Praxis des realen körperlichen BEGREIFENS und TUNS in Verbindung treten.


 
19:30

Lesund du Gespräch „Das bin doch ich“.

Thomas Glavinic im Gespräch mit Univ. Prof. Dr. Max Friedrich

Thomas Glavinics suggestiver Roman lotet die Tiefen einer Welt aus, die wir zu kennen glauben.

 

MUSIK Gipsy Jazz, kein Klischee!


Diknu Schneeberger, Gitarre
Martin Spitzer, Gitarre
Joschi Schneeberger, Bass

Näheres zur Band [ hier ]

Sonntag, 24. August 2008
top
9:00

Gemeinsamer Festgottesdienst

 

 
11:00

Abschluss der 11. GLOBArt Academy

Festvortrag

Christian MUTHSPIEL & Dorothee HARTINGER

Soloperformance mit Texten von Ernst Jandl
Christian Muthspiel - Posaune, Klavier, Stimme, Toys, Electronics

Ernst Jandls Stimme 

Homepage

 

*angefragt


KUNSTPROJEKT

Bernhard Hollemann, Artist in Residence
Arbeitet während der Tage der Academy mit jungen Künstlern