Das Spiel


Spielbeschreibung

Das World Peace Game spricht zwei Ebenen des Unterrichts an. Auf der einen Seite lernen Kinder die Zusammenhänge der Welt und ihre geopolitischen Herausforderungen kennen, auf der anderen Seite werden die sozialen Kompetenzen wie Teamgeist, Entscheidungen zu treffen, die daraus folgenden Konsequenzen für alle zu bedenken, der Schülerinnen und Schüler gestärkt und sie können diese in einem geschützten Rahmen unter Beweis stellen.

Vier Länder und vier Institutionen (Weltbank, Vereinte Nationen, Gerichtshof und Händler) versammeln sich im World Peace Game um die Krisen der Welt, Hungersnot, Flüchtlingskrisen, aufbegehrende Minderheiten, Energiegewinnung, Satellitenbau, Fischerei, Landwirtschaft und vieles mehr zu lösen.

In der ersten Phase des Spiels werden die einzelnen Teile des Spielbretts vom Spielleiter erklärt. Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Figuren, die Kraftwerke darstellen, grüne Flächen die als Ackerland dienen und glitzernde Fische im Meer. Nach dem Kennenlernen des Spielbretts folgt die Einführung in den Krisenreport. Jede der Krisen ist am Spielbrett dargestellt. Bewaffnete Konflikte werden durch rote Marker dargestellt, das Öl, das aus dem umgekippten Öltanker ausläuft wird täglich größer und mit einem schwarzen Stück Papier dargestellt.

Im zweiten Schritt werden vom Spielleiter die vier Ministerpräsidenten der Länder, den Vorsitzenden der Weltbank, des Civil Council, der Waffenhändler und der Wettergott ausgewählt. Wesentlich dabei ist, dass die Entscheidung dieses Amt anzunehmen bei der jeweils gefragten Person liegt. Man kann auch ablehnen. Dann suchen die Ministerpräsidenten und Institutsleiter ihre jeweiligen Teams. Der Saboteur wird erst in den nächsten Spieltagen vom Spielleiter bestimmt.

Die Fülle der Krisen und Konflikte scheint vorerst unüberschaubar, die genaue Einführung ist ermüdend, doch kaum dürfen die Schülerinnen und Schüler ihr Verhandlungen beginnen, schaffen sie sich den Überblick und erarbeiten sich Stück für Stück die Lösungen zu den Konflikten.

Der Lehrer wird hierbei zum Moderator, der den Schülerinnen und Schüler den leeren Raum gibt und ihre Entscheidungen und Fragen lediglich mit drei Rückfragen begegnet: Macht es Sinn? Kannst Du mit den Konsequenzen leben? Kannst Du Dir diese Entscheidung leisten?

Das Spiel ist gewonnen, wenn alle Krisen gelöst sind und jedes Land sein Anfangsbudget erhöht hat. Viel wichtiger, als diese sofort feststellbaren Fakten sind jedoch die sozialen Kompetenzen, welche die Kinder im Spiel erwerben und die sie weit über das Spiel hinaus begleiten.

Die weit größere Herausforderung als das Lösen der Krisen sind die sozialen und gruppendynamischen Prozesse denen die Schüler während des Spiel begegnen. Jede Position des Landes, ob Premierminister, Vizepräsident, Verteidigungsminister oder Finanzminister oder die äquivalenten Positionen in den Institutionen, hat wichtige Aufgaben zu übernehmen. Zu Beginn des Spiel scheint es als wäre jeder Spieler so sehr mit seiner Aufgabe beschäftigt, dass die Lösung unweigerlich schief gehen muss. Das Spiel ist jedoch so designed, dass eine Kooperation innerhalb des Landes und bald auch über die Landesgrenzen hinaus unweigerlich passiert. Harte Verhandlungen und erbitterte Diskussionen geben den SchülerInnen, in einem geschützten Rahmen, das Rüstzeug für ihr weiteres Leben. Entscheidungen zu treffen, diese öffentlich zu vertreten, Kompromisse einzugehen, gehören genauso zum World Peace Game wie das Scheitern einer Idee und die Suche nach neuen Lösungen. Dabei gehen die SchülerInnen sehr an ihre Grenzen, entdecken Fähigkeiten und Talente, recherchieren, erleben Enttäuschungen und trainieren, Entscheidungen zu argumentieren und in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Die wahnsinnige Freude, wenn das Spiel gewonnen ist, belohnt alle, die verhandelt und gebangt haben. Es ist unbeschreiblich, was für eine Anspannung jedes Mal abfällt, wenn alle Krisen überprüft und alle Budgets kontrolliert sind.

Nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, auch Eltern berichten von den sozialen Kompetenzen, die sie an ihren Kindern noch lange nach dem Spiel entdecken. Sie berichten auch von den leuchtenden Augen der Kinder, jedes Mal, wenn es darum geht über das World Peace Game zu berichten.






Spielbrett

Das Spielbrett hat vier quadratische Platten aus Plexiglas, die durch Metallstangen verbunden sind und übereinander die vier Ebenen Meer, Erde, Luftraum und Weltall darstellen.

Auf diesen Ebenen sind mit hunderten von Figuren die Krisen dargestellt. Sie sind multidimensional, finden auf allen vier Ebenen statt und sind so verknüpft, dass eine Ebene nicht losgelöst von der anderen gesehen werden kann.

Vier Kontinente mit ihren Ressourcen wie Ölvorkommen, Städten, Universitäten, Soldaten, Flüchtlingen, Schiffen, Booten, Atomkraftwerken und alternativen Energiequellen, der dazugehörigen Luftflotten im Luftraum, der Satelliten im Weltraum, den Fischvorkommen und U-Booten im Meer.

Dazu gehören der umgestürzte Öltanker genauso, wie der Killersatellit und die versunkene Stadt. Es veranschaulicht nicht nur die zu lösenden Krisen, sondern macht Lust sich ins Spiel zu stürzen und schafft eine realeren Bezug zum eigenen Land als nur die abstrakt gestellten Probleme.

Im Weltraum werden Rohstoffe abgebaut, Raumschiffe bewegen sich auf schwarze Löcher zu, Satellitenteleskope und Killersatellit müssen entschärft werden.

Auch im Luftraum ist einiges los. Jedes Land hat eine Flugzeugflotte die regelmäßig gelandet und betankt werden muss um nicht abzustürzen. Es gibt klare Abgrenzungen des Luftraums, auch hier kann es zu Konflikten kommen. Durch die Bewegung der Wolken, kann der Luftraum direkt auf die Geschehnisse der Erdebene Einfluss nehmen.

Auf der Ebene der Erde gibt es mit Abstand am meisten zu sehen und zu beobachten – die Landmassen, Inseln, Schiffsflotten, Fischerboote, Universitäten, Farmen, militärische Konflikte, Flüchtlinge auf Booten, Atomkraftwerke, Wasserkraftwerke, Solarpanelen, Minderheitenkonflikte, religiöse Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen und vieles mehr. So vielfältig diese Darstellung klingt, so vielfältig sieht sie aus und gibt den Schülerinnen und Schülern eine Überblick zur sich wandelnden Welt.

Unter Wasser befindet sich eine versunkene Stadt, bedrohte Arten und U-Boote, eine Süßwasserquelle, die die Ernte der Bauern retten könnte, läge sie nicht unter dem Nachbarland.

All dies und noch viel mehr wird auf den vier 120x120cm Plexiglasplatten dargestellt. Es beflügelt die Phantasie, gibt einen realen Bezug zu den vielfältigen Krisen und stellt das Universum in vereinfachter Form und doch hoch komplex dar.





Wirkung / Feedback

Jeder möchte dieses Spiel spielen und alle wollen von John Hunter lernen.

Bereits über 150 LehrerInnen wurden in Europa von GLOBART zu Spielleitern ausgebildet und haben damit eine neue und innovative Methode Unterricht zu gestalten in ihre Klassenzimmer gebracht. Knapp 1.000 SchülerInnen in Österreich haben mit dem World Peace Game bereits ihre persönlichen Stärken und sozialen Kompetenzen erprobt und sich einen Überblick über die globalen Problemstellungen gemacht. Im Stiftsgymnasium Melk wird das World Peace Game bereits in jeder ersten Klasse angeboten.
Die Wirkung des Spiels und die Begeisterung die das World Peace Game weckt, beschreiben LehrerInnen oder SchülerInnen die das Spiel bereits kennen lernen durften am treffensten:

Gerade für unsere Kids wäre das World Peace Game eine tolle Chance, scheinbar unmögliche Dinge doch zu lösen. Die Kinder lernen dabei nicht nur komplexe Aufgabenstellungen zu bewältigen, sondern auch miteinander zu kommunizieren, Verhandlungen durchzuführen, Kompromisse zu schließen und schwierige Entscheidungen zu treffen.

– Matthias, Lehrer

Der Entwicklungsprozess, den ich bei den Schülerinnen und Schülern in Emmersdorf in nur einer Woche erleben konnte, war überwältigend. Sie kamen rasch aus sich heraus, verhandelten wie echte Politikerinnen und Politiker und lösten weltweite Probleme innerhalb des Spiels in nur einer Woche.

– Sophia, Lehrerin

Das Spiel bringt Menschen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg zusammen.

– Eva, Lehrerin

Wir haben über wirkliche Probleme in der Welt gelernt und gemerkt, dass Erwachsene nicht immer die besten Entscheidungen treffen. Es hat mir auch gezeigt über Probleme anders nachzudenken und mich mehr für meine Umwelt zu interessieren. Ich schmeiße meinen Müll jetzt nicht mehr einfach auf den Boden.

– Kirsten, Schülerin

Wir haben etwas Wichtiges gelernt: Probleme lösen ist nicht gleich Abkommen unterzeichnen. Es ist wichtig auch auf die Menschen zu achten.

– Jakob, Schüler

Es war ein wichtiger Punkt, als wir begannen nachzudenken, was würde denn das Volk denken, das wir repräsentieren?

– Mohammed, Schüler